Depp in Not: Geiz ist geil bei „Fluch der Karibik 4“

Johnny Depp wird sich in 'Fluch der Karibik 4' mehr an Land aufhalten, als ihm lieb ist (Foto: Buena Vista)
Die Finanzkrise macht vor niemandem halt – nicht mal vor Blockbuster-Produktionen wie „Fluch der Karibik 4“. Die Piratenmär lässt die Kinokassen richtig klingeln. Trotzdem müssen die Produzenten um Jerry Bruckheimer auf Anweisung von Walt Disney Pictures einen rigorosen Sparkurs einschlagen. Wasserratte Captain Jack Sparrow großartig gespielt von Johnny Depp – wird sich im vierten Abenteuer nicht mehr so oft im nassen Element aufhalten. Die beiden Drehbuchautoren Ted Elliott und Terry Rossio wurden dazu verdonnert, Sparrow so viele Szenen wie möglich an Land auf den Körper zu schreiben. Der Dreh auf Wasser wäre schlicht zu kostspielig. Die Studiobosse haben sogar weiteres Einsparpotential entdeckt. So wird nun hauptsächlich auf Hawaii und in London gedreht anstelle der Karibik und in Los Angeles. Die besseren Steuerbedingungen sind der Grund dafür. Auch bei den Drehtagen wurde kräftig der Rotstift angesetzt.

Bruckheimer und Marshall säbeln sich durchs Skript

Hielt Johnny Depp beim letzten Seemannsgarn „Pirates Of The Caribbean – Am Ende der Welt“ die Crew noch 142 Tage auf Trab, so darf er diesmal nur 90 bis maximal 95 Tage ausflippen. Damit nicht genug: auch die Spezialeffekte müssen Federn lassen. Die werden von 2.000 auf 1.300 bis höchstens 1.400 Szenen limitiert. Momentan ist die Vorproduktion auf Hawaii in vollem Gange. Die Zeit nutzen Jerry Bruckheimer und Regisseur Rob Marshall, um sich Zeile für Zeile durchs Drehbuch zu hangeln und nach weiteren Einsparpotentialen Ausschau zu halten. Mit Erfolg: eine Szene fiel dem Kostendruck zum Opfer, in der auf der zugefrorenen Themse ein Winterjahrmarkt mit Gauklern und kostümierten Akteuren hätte stattfinden sollen. Ab dem 20. Mai 2011 werden wir sehen, was der Rotstift von Sparrow und Co. übrig gelassen hat.

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