Basterds-Tarantino will im Wilden Westen wüten

Von 'Death Proof' über 'Inglourious Basterds' zu 'A Southern': Meisterregisseur Quentin Tarantino (Foto: Senator)

Nach der Kriegsballade „Inglourious Basterds“ möchte Quentin Tarantino dem Westerngenre seinen Stempel aufdrücken und dabei mehr auf den Sklavenaspekt eingehen. Bisher hatte Hollywood in seinen Westernabenteuern die Sklaverei kaum berücksichtigt. Quentin möchte diese Scharte demnächst auswetzen. Der „Inglourious Basterds“-Regisseur hat wirklich große Lust darauf. Schon seit längerem liebäugelt der “Death Proof“-Macher mit der Verfilmung eines Western – jenseits des typischen Revolverheldenabenteuers. „Ich würde sehr gerne einen Western drehen“, gibt der Kinovisionär zu. „Aber anstelle die Handlung in Texas anzusiedeln, würde ich sie in die Sklavenzeit verlegen.“

Tarantinos Geschichtsunterricht der blutigen Art

Tarantino hat keine Berührungsängste damit, kritisch mit der Vergangenheit des amerikanischen Volkes umzugehen: „Jeder hat Angst, dieses Thema anzupacken. Lasst uns selbst in dieses Licht rücken. Man könnte daraus eine gewichtige Geschichtsstunde über Sklaven machen, denen mit Hilfe der ‚Underground Railroad’ (Netzwerk, das den Sklaven der Südstaaten bei der Flucht half, Anmerkung der Redaktion) die Flucht in die Freiheit gelang. Oder man könnte einen Film machen. Das wäre aufregend. Er müsste wie ein Abenteuer angelegt sein. Ein Spaghetti-Western, der in dieser Zeit spielt. Den würde ich ‚A Southern’ nennen“. Jetzt muss Tarantino nur noch das Drehbuch schreiben und schon kann’s losgehen.

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